Der Familienhund
jo - aber net blauäugig!
Tatjana Dillenkofer
3/25/20262 min read


Familienhund? Jo, aber bitte net blauäugig!
Ein Hund für die Familie – des klingt erstmal wie aus’m Bilderbuch:
Kinder lachen, der Hund wedelt, alle glücklich. Fertig ist die Idylle.
Aber ich sag’s dir, wie’s ist – ganz ehrlich:
Ein Familienhund is’ kein Selbstläufer.
Und ganz bestimmt net nur Liebe, Glück und Dauer-Harmonie.
Manchmal is’ es nämlich eher: Chaos, Nervenprobe und „Wer hat eigentlich gesagt, des wird einfach?!“
Net jeder Hund passt zu jeder Familie
Nur weil ein Hund süß guckt, heißt des noch lang net, dass er auch zu deinem Alltag passt.
Wer sich mit rosaroter Brille denkt:
„Ach, des klappt schon irgendwie mit den Kindern“
…der kann ganz schnell auf die Nase fallen.
Ohne Plan, ohne Wissen, ohne klare Regeln?
Da haste ruckzuck Stress im Haus.
Und im schlimmsten Fall wird’s richtig gefährlich.
Hund + Kind = Verantwortung.
Und zwar net a bissl, sondern richtig.
Ohne Aufsicht läuft gar nix
So hart’s klingt:
Kind und Hund gehören net einfach zusammen in ein Zimmer und „mach mal“.
Gerade kleine Kinder sind für Hunde schwer einzuschätzen:
Die wackeln, quietschen, greifen einfach zu – aus Hundesicht manchmal komplett unberechenbar.
Und jo, viele Hunde reagieren drauf.
Manche ziehen sich zurück.
Andere sagen irgendwann: „Jetzt reicht’s!“
Deshalb gilt:
👉 Kontakt nur unter Aufsicht. Immer. Punkt.
Beim Fressen hört der Spaß auf
Beim Essen – egal ob Mensch oder Hund – hört die Freundschaft kurz auf.
Der Hund bleibt weg vom Tisch.
Und er nimmt auch nix, außer er kriegt sein klares „OK“.
Genauso andersrum:
👉 Wenn der Hund frisst oder auf was rumkaut – Finger weg!
Kein Streicheln, kein Wegnehmen, kein „Ich guck mal“.
Des kann ganz schnell schiefgehen.
Rennen, Toben, Ballwerfen – Vorsicht!
Kinder rennen, schreien, werfen Bälle – völlig normal.
Aber für den Hund?
Is des oft wie ein Startsignal:
👉 Jagdmodus an.
👉 Spieltrieb voll da.
Und dann wird aus lustig ganz schnell hektisch.
Deshalb:
Hier braucht’s klare Regeln und ruhige Führung.
Net einfach laufen lassen und hoffen, dass alles gut geht.
Eigener Hund oder fremder Hund – völlig egal
Ob dein eigener Hund oder einer von woanders:
Die Verantwortung liegt immer bei den Erwachsenen.
Du regelst die Situation.
Du liest den Hund.
Du schützt dein Kind – und genauso den Hund.
Kinder sind keine kleinen Hundetrainer
Des is ganz wichtig:
Kinder dürfen Hunde net rumkommandieren.
Net ärgern.
Net bedrängen.
Ein Hund muss keinem Kind gehorchen.
Und wenn’s ihm zu viel wird, dann kann er sich wehren.
Und dann is das Geschrei groß – aber eigentlich war’s vorher schon falsch.
Und jetzt die gute Nachricht
Wenn man’s richtig macht –
mit klaren Regeln, Geduld und Verstand –
Dann kann so ein Hund für Kinder was ganz Besonderes sein.
Ein Freund.
Ein Begleiter.
Einer, der einfach da ist.
Aber eben nur,
wenn die Erwachsenen ihren Job ernst nehmen.
Also, ganz einfach gesagt im Hunsrückstil:
👉 Net einfach einen Hund holen und hoffen.
👉 Sondern denken, planen und führen.
Dann klappt’s auch mit Kind und Hund.
Und dann wird aus Chaos vielleicht wirklich sowas wie…
ein kleines bisschen Bilderbuch.
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